Projekte

Projektüberblick

Das Projekt im Überblick

 

‘Música en los Barrios’ kann Geschichten erzählen, so lang ist seine Tradition. Bereits Anfang der 80er Jahre gründet der spanische Pater Àngel Torrellas einen Kinderchor in Managua. Einige Jahre später ergänzt die Amerikanerin Dorothy Barnhouse mit Gesangs- und Klavierunterricht das musikalische Angebot - die Geburtsstunde von ‘Música en los Barrios’. Kurz darauf, im Jahr 1993, werden die ersten Musikworkshops (‘talleres’) der Deutschen Luise Scherf ins Programm aufgenommen.

 

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Hier unterrichten die jungen Lehrer von ‘Música en los Barrios’ –gemeinsam mit den dort lebenden Kindern und Jugendlichen flöten, singen, tanzen und spielen sie.
Regelrechte Unterrichtsräume sind eher die Seltenheit. Unterrichtet wird oft auch unter freiem Himmel t…
… oder unter anderen spärlichen Bedingungen. Die Freude am Musizieren ist umso größer!
Viele Kinder kommen so erstmals mit Musik in Berührung. Sie entdecken ihre Kreativität, ihre Talente und lernen Rücksichtnahme und Konzentration.
Viele der jungen, motivierten Lehrer besuchten früher selbst die Flötenkurse von ‘Música en los Barrios’. Heute geben sie ihr Wissen an ihre eigenen Schüler weiter.
Einmal auf der Bühne stehen! In regelmäßigen Konzerten in den ‘barrios’ zeigen die Kinder stolz ihr Können. Sie erfahren so Anerkennung und Respekt.
Begabte und motivierte Schüler erproben sich an weiteren Instrumenten: Geige, Klarinette, Querflöte oder auch Gitarre und Klavier stehen bei ihnen hoch im Kurs.
Die Fortbildung von Vor- und Grundschullehrern ist der zweite wichtige Arbeitsbereich von ‘Música en los Barrios’.
In Workshops lernen die Teilnehmer, den frontalen Unterrichtsstil in der Schule mit Musik und Singspielen aufzulockern. Der eigene Spaß kommt dabei nicht zu kurz!
‘Música en los Barrios’ vernetzt sich: der musikpädagogische Austausch mit anderen Organisationen wird ständig weiter ausgebaut.
Das Team von ‘Música en los Barrios’ – engagiert und voller kreativer Ideen unterrichtet es jährlich mehr als 400 Schüler.
Fachkundige Unterstützung erhält das Team regelmäßig durch professionelle Musikerinnen. Das Kölner Flötenensemble ‘Flautando’ ist seit 1997 regelmäßig vor Ort und arbeitet erfolgreich mit dem Team zusammen.

Ein Projekt macht seinen Weg

Das Angebot von ‘Música en los Barrios’ im kleinen „Centro Cultural“ im heruntergekommenen Viertel Batahola Norte spricht sich schnell rum. So etwas kennt man bisher nicht. Die Schüler erlernen mit Begeisterung das Flötenspiel, singen, tanzen und spielen gemeinsam. Schon Mitte der 90er Jahre wird das erste Blockflötenensemble gegründet. Mehr und mehr Schüler strömen in die Flötenkurse, aus Anfängern werden Fortgeschrittene. Die Lehrer erhalten professionelle Unterstützung von verschiedenen Seiten:  seit 1997 bilden die Musikerinnen des Kölner Flötenquartetts "Flautando Köln" regelmäßig die Lehrer in neuen Spieltechniken und Pädagogik fort. 1998 kommt zum ersten Mal Urs Leonhardt Steiner, Schweizer Dirigent der ‘Sinfonietta of San Francisco ’und Komponist zu ‘Música’. In Workshops unterrichtet er bis 2005 ein bis drei Mal jährlich die Lehrer in Musiktheorie und Dirigieren.

Unterstützung aus Deutschland

Bis heute ist die Bremerin  Luise Scherf, die auch im ‘Pan y Arte’- Vorstand tätig ist, jedes Jahr vor Ort. Die engagierte Musikpädagogin steht dem Team mit Rat und Tat zur Seite. So konnte aus dem kleinen Pflänzchen ‘Música en los Barrios’ über viele Jahre ein ambitioniertes Musikprojekt wachsen. Im  Jahr 2000 wird der deutsche Verein ‘Pan y Arte e.V. ’ Hauptträger des Projekts. Seit 2006 ist ‘Música en los Barrios’ Teil des Kulturzentrums ‘Casa de los Tres Mundos’ in Granada.

Musik schafft Struktur

Mittlerweile kommen rund 400 Kinder zum Flöten- und Musikunterricht von ‘Música’. Bei ihnen die Lust an der Musik zu wecken, ist das wichtigste Ziel. Die Eltern könnten ihren Kindern keine Musikstunden finanzieren. Música’ ermöglicht ihnen durch kostenlosen Unterricht den Zugang zur Musik. Hier entdecken die kleinen Nachwuchsmusiker im Alter von 8-12 Jahren ihre Freude am Musizieren und welche Talente in ihnen schlummern. Sie entwickeln Selbstvertrauen, lernen Rücksichtnahme und haben ganz nebenbei eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Der Musikunterricht schafft eine feste Struktur in ihrem Alltag. Dieser wird oft vom unregelmäßigen Schulbesuch und instabilen Familienverhältnissen geprägt.

 

Was die Musik bewirkt

„Wer Musik macht lernt nicht zu hassen, wer Musik macht lernt zu hören, zuzuhören und zu denken." Dieses Zitat des bedeutenden Violinisten Isaac Stern drückt aus, welche Überzeugung ‘Música en los Barrios’ von Beginn an trägt: Musik fördert die sozialen Kompetenzen der Kinder. Sie hat positive Auswirkung auf ihre auditive Wahrnehmung, ihr Sozialverhalten in der Gruppe und fördert die Konzentration. Und vor allem - sie vermittelt Freude!

 

Aus Schülern werden Lehrer

Die musikalische Leiterin von ‘Música en los Barrios’, Reyna Somarriba (28), hat all dies selbst erlebt. Als Sechsjährige beginnt sie mit dem Flötenspiel. Die Musik zieht sie in ihren Bann. Ihre Begeisterung, ihr Talent und nicht zuletzt ihre Disziplin bringen sie dahin, wo wie heute steht: Anfang 2012 beendet Reyna ihr fünfjähriges Musikstudium in Costa Rica mit der Bestnote. Seit dem Frühjahr 2012 widmet sie sich mit voller Kraft und vielen Plänen im Gepäck nicht nur ‘Música’. Zusätzlich übernimmt Reyna die Leitung der Musikschule am Kulturzentrum ‘Casa de los Tres Mundos’. Gemeinsam arbeiten die Verantwortlichen von ‘Música’ konzentriert daran, dass ihre Idee größere Kreise zieht. Sie möchten die Flötenklassen ausweiten, das Instrumentenangebot differenzieren und mehr talentierten Schülern Stipendien ermöglichen. Auch hat sich das motivierte Team auf die Fahnen geschrieben, eines Tages die Musik als festen Bestandteil im Stundenplan der Schulen zu etablieren. Das Fach gibt es derzeit nicht. Netzwerke und Kooperationen mit Gleichgesinnten sollen sie diesem ambitionierten Ziel ein Stück näher bringen.

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