Unsere Kulturarbeit fördert den Dialog

Am vergangenen Osterwochenende wurde in verschiedenen Medien über Nicaraguas Weg in der Coronakrise berichtet. Die öffentlichen Schulen sind weiterhin geöffnet und die Regierung Ortega-Murillo organisiert sogar Events. Menschenrechtler und Kirche haben scharfe Kritik geäußert.

Wie steht der Verein Pan y Arte, der sich seit über 25 Jahren für kulturelle Bildungsarbeit in Nicaragua stark macht, zu diesem Verhalten?

Im Vorstand haben wir ausführlich darüber diskutiert, was hier für Pan y Arte als Organisation, die in Nicaragua die Kulturprojekte der Casa de los Tres Mundos, der Biblioteca Alemana-Nicaragüense, von Música en los Barrios und weitere Projekte unterstützt, die richtige Vorgehens- bzw. Verhaltensweise ist. In enger Absprache mit den Partnern in Nicaragua sind wir dabei zu dem Schluss gekommen, dass es für uns darum gehen muss, das Kulturzentrum Casa und die anderen Projekte in ihrer Funktion als Ort der Begegnung und Verständigung zu stärken und zu erhalten. Dabei wissen wir um die tiefen Risse, die, bedingt durch die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte, durch die Bevölkerung Nicaraguas gehen. Unsere Haltung zum Verhalten der Regierung bei allem, was auf dem Tisch liegt, ist klar. Doch wir meinen, dass gerade in dieser Situation unser Beitrag auf dem Gebiet der Kulturarbeit sein sollte, Dialog und Verständigung zu fördern.

Als Konsequenz hieraus haben wir beschlossen, in unserer Öffentlichkeitsarbeit hierzulande so vorzugehen, dass eine solche Versöhnungs- und Verständigungsarbeit, also Friedensarbeit im besten Sinne, nicht gefährdet wird. Dass die Aktivitäten der Casa, der Bibliothek, von Música en los Barrios und der anderen Projekte weitergegangen sind, und weitergehen, inmitten der derzeitigen Krise auch digital, dass dadurch vor allem die Kinder und Jugendlichen weiter künstlerisch ausgebildet werden, Kultur gewisserweise "atmen" und sich ausdrücken können, nehmen wir als Beleg für die Richtigkeit unserer Entscheidungen. Als Teil unserer Rechenschaftspflicht gegenüber unseren Unterstützern haben wir in vergangenen Ausgaben unserer „noticias“ auch die politische Krise thematisiert. Der Fokus unserer Berichterstattung liegt allerdings immer auf unserer kulturellen Bildungsarbeit, mit der wir vielen Menschen Perspektiven eröffnen.  

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung. Unser Team aus der Geschäftsstelle und die Vorstandsmitglieder von Pan y Arte kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch.

Claudia Berns Ansprechpartnerin für Presse-Anfragen

Tel +49 (0)251 – 488 20 50

Rothenburg 41
48143 Münster

25 Jahre Pan y Arte