Für den Frieden

NO A LA GUERRA – NEIN ZUM KRIEG!

Erklärung des Vorstands von Pan y Arte zu den aktuellen Ereignissen

 

Im Geist der beiden Begründer unserer Arbeit in Nicaragua, Ernesto Cardenal und Dietmar Schönherr, erklären wir uns solidarisch des durch einen Angriffskrieg bedrohten ukrainischen Volkes, der unermessliches Leid für die betroffenen Menschen mit sich bringt und den Weltfrieden bedroht, bis hin zur Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung.

Ernesto Cardenal und Dietmar Schönherr teilten nicht nur die Überzeugung, dass Kunst und Kultur für die Menschen ebenso wichtig sind wie das tägliche Brot, Pan y Arte, Brot und Kunst, sind Grundnahrungsmittel. Sie waren sich auch einig, dass Gewalt niemals ein Mittel zwischenmenschlicher und politischer Auseinandersetzung sein darf.

Ernesto Cardenal hat in seinem mehr als siebzig Jahre währenden poetischen Schaffen und in seinem politischen Engagement deutlich gemacht, dass nur die Liebe das Grundprinzip menschlichen Lebens sein kann, weil sie das Bewegungsprinzip des Universums ist: „die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt“. Einzig als Mittel der Befreiung von Unterdrückung wie im Kampf gegen die Somoza-Diktatur in seinem Heimatland ließ er Gewalt gelten.

Anfang der 1980er Jahre lernten sich Ernesto Cardenal und Dietmar Schönherr auf der Frankfurter Buchmesse kennen. Neben seinem künstlerischen Wirken als Schauspieler hatte Schönherr noch eine zweite, politisch motivierte Seite. Auf seiner ersten Reise nach Nicaragua erfährt er die soziale Wirklichkeit des vom Bürgerkrieg gebeutelten Landes und möchte helfen. Dazu ruft er 1985 die Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“ ins Leben, aus der später Pan y Arte wird.

Als engagierte Streiter für den Frieden war ihnen bewusst, wie wichtig der Zugang zu Kunst und Kultur für die Entwicklung von Zivilgesellschaft ist, aus dieser Überzeugung heraus haben sie die Casa de los Tres Mundos in Granada gegründet. Aus dieser Überzeugung heraus sind auch die anderen Kulturprojekte gegründet worden, die Pan y Arte in Nicaragua unterstützt, und diese Überzeugung lässt uns auch in Zeiten, in denen die politischen Verhältnisse, ob national oder international, unsere Arbeit erschweren, nicht an unserer Arbeit und ihren Zielen zweifeln.

Wir verstehen unsere Arbeit in Nicaragua als tatkräftigen, konkreten Beitrag zur Friedenserziehung, zum friedlichen Zusammenleben der Menschen, und die Ergebnisse unseres Engagements geben uns recht: Seit Jahrzehnten sind unsere Projekte verlässliche Partner für die Menschen in Nicaragua, Inseln der Hoffnung in einem Umfeld voller wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten.

 

Sophie Klinnert Ansprechpartnerin für Presse-Anfragen

Tel +49 (0)251 – 488 20 50

Rothenburg 41
48143 Münster

30 Jahre Pan y Arte