Mutige Frauen verändern Nicaragua!

Starke Frauen braucht das Land!

Zu den gravierendsten Problemen in Nicaragua zählt die Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Sie ist tief in der Gesellschaft verwurzelt. Viele gehen davon aus, dass die häusliche Gewalt gegen Frauen in der aktuellen Corona-Krise stark zunimmt. Unsere Antwort auf die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen heißt kulturelle Bildung. Denn der Kontakt mit Kunst und Kultur macht stark. 

Unterstützen Sie uns: Mit Kunst und Kultur öffnen wir gemeinsam Horizonte für die Mädchen und Frauen in Nicaragua!

Perspektiven mit Kunst und Kultur 

Seit Jahren fördern wir Mädchen und Frauen durch gezielte Programme. Gemeinsam helfen wir ihnen, damit sie ihr Potenzial entfalten und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. 

Das Stadtteilprogramm LOCREO (Ich glaube an mich) bietet in zehn verschiedenen Einrichtungen rund um die Stadt Granada ein vielfältiges Kreativangebot an. Eine davon ist das Mädchenheim Madre Albertina, in dem Mädchen Schutz vor sexueller Gewalt in ihrem familiären Umfeld finden. In dem Heim wohnen aktuell 54 Mädchen zwischen 4 und 14 Jahren in Sicherheit.

„Ich finde den Musikkurs super. Da lachen wir alle viel zusammen!“

Litsi, 6 Jahre, lebt seit über drei Jahren zusammen mit ihrer Schwester im Mädchenheim Madre Albertina. Seit kurzem ist sie im Flötenkurs von LOCREO.

Frauen für Frauen

Viele Programme, die Pan y Arte in Nicaragua unterstützt, werden von starken Frauen getragen. Mit viel Hingabe kümmern sie sich um die Mädchen und jungen Frauen. 

Seit acht Jahren gibt die Lehrerin Sayonara Urbina Malunterricht im Mädchenheim Madre Albertina. Sie führt die Kinder behutsam an verschiedene Techniken heran.

Entwicklung braucht Bildung und Frauen!

Darum schaffen wir mit unserer Kulturarbeit bessere Bildungschancen für Mädchen und Frauen. Je höher ihr Bildungsstand, desto besser kennen sie ihre Rechte und setzen sich dafür ein, dass ihre Kinder, besonders auch ihre Töchter, zur Schule gehen. Eine gute Ausbildung bietet Perspektiven. Bildung ist das beste Mittel gegen Ungleichbehandlung und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Gemeinsam öffnen wir den Mädchen und Frauen in Nicaragua Wege in eine bessere Zukunft. 

  • 70% aller Frauen sind regelmäßig physischer oder psychischer Gewalt durch ihren Partner ausgesetzt.
  • Nicaragua hat die höchste Rate an Teenager-Schwangerschaften in Lateinamerika. Jedes vierte minderjährige Mädchen ist bereits Mutter oder schwanger. Sexueller Missbrauch gehört zu den Hauptursachen. Die Mehrzahl der Täter bleibt straffrei. Viele der betroffenen Mädchen brechen die Schule ab. 
  • Die Zahl der alleinerziehenden Mütter ist hoch: in der Stadt sind 46,3% aller Frauen allein für den Lebensunterhalt der Familie verantwortlich.

Quelle: Terre des Femmes; der Standard, Human Development Report, GIZ, der Spiegel

„Beim Malen drücken die Mädchen ganz viel aus. Es hilft ihnen, Dinge zu verarbeiten.“

Lehrerin Sayonara Urbina

„Das Arbeitsklima ist toll, ich habe viel Entscheidungsfreiheit – und das ist für Frauen in Nicaragua nicht überall selbstverständlich!“

Fátima Mejía (in der Bildmitte) leitet das Programm LOCREO.

Mehr Selbstsicherheit durch Kultur und Technik

Inmitten der politischen Krise im Jahr 2018 begann im Kulturzentrum Casa de los Tres Mundos in Granada das Gemeinschaftsprojekt „La Voz de las Chicas del Centro América“ (Die Stimme der Mädchen Zentralamerikas). Hier werden Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 bis 22 Jahren im Umgang mit den Neuen Medien geschult. Dabei entwickeln die Kursteilnehmerinnen eigene Ideen und setzen sie mit verschiedenen Techniken wie Malerei, Druck und Film kreativ um. 

Das Programm ist bunt: Mal nehmen die Mädchen einen Computer auseinander, dann arbeiten sie in der Druckwerkstatt der Casa und erstellen Kunstwerke, die sie auf ihrer Website verkaufen.

Ich mach' mein Ding!

Die eigenen Talente entdecken, sie fördern und an ihnen wachsen – darauf zielt das Projekt „Die Stimme der Mädchen Zentralamerikas“ ab. Selbstbestimmung wird hier groß geschrieben! Die 19-jährige Kursteilnehmerin Julieth schätzt die Gestaltungsfreiheit.

„Das Projekt bietet einen Raum, in dem ich ganz ich selbst sein kann. Hier kann ich mich als Frau ausdrücken. Ich fühle ein festes Band mit den anderen Kursteilnehmerinnen. Uns ist klar: Wir bewegen was!“

Julieth, 19 Jahre

Spenden Sie und machen Sie die Mädchen in Nicaragua stark!

Für den Unterricht werden verschiedene Materialien (Papier, Stifte, ...) gebraucht. Jeder Kurs benötigt hierfür rund 30 Euro pro Monat.

In der aktuellen Corona-Krise fallen ca. 70 Euro monatlich für den Kauf von Schutzmasken etc. an.

Mit rund 120 Euro sichern Sie für einen Monat das Honorar einer LOCREO-Lehrerin.


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25 Jahre Pan y Arte