Ausstellungseröffnung „Kreuzwege“ in der ThomasKulturKirche

Ein Hauch von Lateinamerika wehte am  Sonntagabend, den 8.3.2026 durch die ThomasKulturKirche in Hamm, als die beeindruckende Ausstellung „Kreuzwege“ feierlich eröffnet wurde. Die gezeigten Werke stammen von der Inselgruppe Solentiname in Nicaragua und bringen eine ganz besondere Perspektive auf biblische Themen in den Hammer Westen.

Pfarrer Dietrich sprach in seiner Begrüßung von einem „ganz bewegenden Moment“. Es sei etwas Besonderes für ihn, diese Kunstwerke, die eine weite Reise hinter sich haben, nun endlich im Original in Hamm präsentieren zu können. Musikalisch wurde die Eröffnung stimmungsvoll vom Posaunenchor Mark gerahmt, was der Atmosphäre einen würdigen Glanz verlieh. Ille Turwitt, die sich im Verein Pan y Arte engagiert, gab wertvolle Informationen zu den Bildern. Im Anschluss gab es Gelegenheit zum Austausch bei Getränken und Snacks.

Die Bilder sind weit mehr als reine Dekoration. Sie stammen aus der Inselgruppe Solentiname im Nicaraguasee und wurden im Umfeld christlicher Gemeinschaft geschaffen. Dort setzten sich die Menschen gemeinsam mit biblischen Texten auseinander und interpretierten sie aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit heraus. Viele der Künstlerinnen und Künstler sind einfache Menschen aus Nicaragua, die ihre Gedanken und ihren Glauben oft nicht in Worte fassen können – wohl aber in Farben und Formen.

Die Werke spiegeln die Lebenswirklichkeit der Menschen wider:

  • Themen: Hoffnung, Zuversicht und die Schönheit der Natur stehen im Kontrast zu Erfahrungen von Flucht, Migration und politischer Bedrohung.
  • Aktualität: Vor dem Hintergrund der aktuellen diktatorischen Situation in Nicaragua gewinnen die Bilder eine beklemmende und zugleich kraftvolle Relevanz.
  • Interpretation: Biblische Szenen, wie der Kreuzweg Jesu, werden in die lateinamerikanische Landschaft und den dortigen Alltag übertragen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die zeitlose Botschaft des Evangeliums als „Botschaft der Befreiung“, die sowohl historische als auch gegenwärtige Leiden anspricht. Die Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle in den Darstellungen wiederzufinden. Ergänzende Hintergrundinformationen und Bücher liegen in der Kirche bereit, um tiefer in die Entstehungsgeschichte der Bilder einzutauchen.


Besucher-Informationen

Die Ausstellung in der ThomasKulturKirche (Lohauserholzstraße 18) ist noch bis zum 12. April 2026 zu sehen.

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Der Eintritt ist frei, Spenden für die Arbeit des Vereins „Pan y Arte“ sind jedoch herzlich willkommen.
30 Jahre Pan y Arte