Starke Frauen verändern Nicaragua

Ihre Spende stärkt Mädchen und Frauen!

Wir setzen uns in unserer Projektarbeit seit vielen Jahren dafür ein, die Stimme der Frauen in Nicaragua zu stärken. 

In den letzten Wochen haben wir insgesamt sechs Frauen aus den Pan y Arte-Programmen interviewt und sie zu ihrem Selbstbild als kulturschaffende Frau in der nicaraguanischen Gesellschaft befragt. Klar wird dabei die schwierige Position, die Frauen in der nicaraguanischen Gesellschaft einnehmen. Dabei sind sie als Kulturschaffende oft prägend für die jüngere Generation. 

Erzähle uns etwas über Dich! In welchem Programm arbeitest Du, und was machst Du dort?
Ich arbeite in der Deutsch-Nicaraguanischen Bibliothek. Was mache ich dort...? – Ich würde sagen, in erster Linie „lebe“ ich hier, mehr noch als nur das Amt oder den Posten der Leiterin auszuüben. Ein Teil der Geschichte dieser Bibliothek zu sein bedeutet für mich, persönlich zu wachsen, in jeder Hinsicht. Es ist sehr erfüllend, die Bibliothek mit Menschen zu teilen, an diesem Ort mit Leuten zusammenzuleben, die dich inspirieren, und die man umgekehrt selbst inspiriert zu wachsen. Natürlich ist die Leitung eines solchen Projekts keine leichte Sache, aber wenn uns klar wird, dass wir die Gestalter, die „Protagonisten“ in der Entwicklung unserer Bibliothek sind, dann sieht man seine Aufgabe in erster Linie als eine Chance, etwas Neues zu schaffen; als einen Moment, in dem einem der Sinn dessen, was du da machst, überhaupt erst so richtig klar wird.

Wir haben in den Programmen viele starke Frauen. Was sind die besonderen Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua?
Die Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua haben mit verschiedenen Facetten der Ungleichheit zutun, und zwar egal ob als Kulturschaffende, als Entscheidungsträgerin oder Konsumentin von Kultur. Formell sind natürlich in Nicaragua in den verschiedenen Kunstgattungen beide Geschlechter präsent, aber die Dominanz von Männern ist einfach notorisch. Wir Frauen müssen darum kämpfen, dass wir nicht einfach als ein weiterer Zuschauer gesehen werden, ein weiteres Mitglied der Truppe, oder schlimmer noch, einfach als „Muse“ der kulturschaffenden Männer. Sondern dass unsere Fähigkeiten respektiert werden, dass wir als kunstschaffende Frauen geachtet werden, dass unsere Integrität geachtet wird, dass wir eine gleichwertige Stimme haben, und dass wir als kompetente kreative Frauen wahrgenommen werden.

Was begeistert Dich am meisten an Deiner Arbeit und was sind die erfreulichsten, erfüllendsten Momente?
Mich faszinieren Veränderungen; Veränderungen auf verschiedenen Ebenen: Veränderungen in der Art, wie wir zusammenarbeiten, die Entwicklung von neuen Ideen, andere Denkweisen, andere Arten und Weisen uns zu sehen, mich selbst und uns als Gruppe. Nur so können wir unsere Stellung und Wertschätzung als Bibliothek erlangen und erhalten, bei den Künstlern und Lesern, in unseren Partnerschaften mit Unis, nur so können wir jedes mal die Freude erhalten, wenn der Bus voll mit Büchern aufs Land fährt, die Arbeit im Kinderlesesaal, das Selbstvertrauen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Lust, weiterzumachen, wenn eine Veranstaltung vorbei ist, um schon das nächste Event zu konzipieren... Diese Freude an der Arbeit und Offenheit für das Neue, das sind die erfüllenden Momente für mich.
 

Erzähle uns etwas über Dich! In welchem Programm arbeitest Du, und was machst Du dort?
Ich bin Reyna Somarriba. Die Musik war für mich schon sehr früh ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Bereits mit zarten elf Jahren gab ich zum ersten mal Blockflötenunterricht im Programm „Música en los Barrios“ und es war in dieser Zeit, als ich mich in die Musik verliebt habe – auch in das Unterrichten und die Arbeit mit den Kindern – und es waren ohne Frage diese Erfahrungen, die meinen Lebensweg verändert und geprägt haben. 

Wir haben in den Programmen viele starke Frauen. Was sind die besonderen Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua?
Ich bin Berufsmusikerin und leite derzeit das musikalische Programm der beiden Schulen, Música en los Barrios sowie den Musikbereich der Stiftung Casa Tres Mundos. Wir bieten Instrumentalunterricht für Kinder und Jugendliche an, wir vermitteln den Schülern aber auch Musik als ein Erlebnis, das einen ganz mit Freude ausfüllen kann, und das uns hilft, bessere Menschen zu werden. Die größte Herausforderung in einer machistischen Gesellschaft wie Nicaragua ist es, als Frau professionelle Anerkennung zu bekommen. Aber ich kann sagen, dass die Ergebnisse, die das Publikum in unseren Konzerten erleben kann, meine beste Visitenkarte ist... Mir scheint, das ist das beste Argument gegen das Vorurteil, ich könnte als Frau nicht ein solches Projekt leiten!

Was begeistert Dich am meisten an Deiner Arbeit, und was sind die erfreulichsten, erfüllendsten Momente?
Was mich am meisten an meiner Arbeit erfüllt, ist, dass ich nie alleine bin. Musik ist ein Beruf, wo man die Gefühle teilt, und alles andere, die Probleme, das Lampenfieber, die Mühen und die Erfolge. Die besten Momente sind ohne jeden Zweifel, wenn ich die Freude auf den Gesichtern der Kinder geschrieben sehe, und die Erfolge im Leben meiner Schülerinnen und Schüler. 
 

Erzähle uns etwas über Dich! In welchem Programm arbeitest Du, und was machst Du dort?
Ich arbeite im Programm „Música en los Barrios“ und in der Musikschule der Casa Tres Mundos als Lehrerin für Geige, Flöte und Solfeo (Gehörbildung).

Wir haben in den Programmen viele starke Frauen. Was sind die besonderen Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua?
Es sind Herausforderungen, denen wir Frauen im Laufe der Zeit wieder und wieder begegnen, in einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem wir angehalten sind, uns selbst neue Chancen zu erschließen, uns Ziele zu setzen und vor allem Stereotypen zu überwinden. Alle Personen sollten dieselben Rechte haben, jede einzelne Person sollte gleiche Chancen auf Wertschätzung haben. Ich glaube, es ist oft sehr schwierig für uns Frauen, diese Anerkennung zu bekommen, das Vertrauen bei der Bevölkerung zu bekommen als Frau in deinem Berufsfeld, sei es in einer bestimmten Position, oder als Rolle und Vorbild in deinem Beruf. Ich glaube aber, dass solche Vorurteile im Ganzen doch abgenommen haben!

Was begeistert Dich am meisten an Deiner Arbeit, und was sind die erfreulichsten, erfüllendsten Momente?
Was mich am meisten begeistert, ist, dass ich meine Kenntnisse und Erfahrungen weitergeben kann, die ich mit den Kindern gesammelt habe - und die Begeisterung und Euphorie zu teilen, wenn man gemeinsam Musik macht! Die erfüllendsten Momente, die Momente, die mich echt glücklich machen, sind dann, wenn ich das Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes sehe, wenn es etwas Neues lernt, in der Kunst und auch als Person. Und natürlich dann, wenn die Schüler Anerkennung vom Publikum bekommen, bei Konzerten, bei Proben, oder anderen Vorspielen...
 

Erzähle uns etwas über Dich! In welchem Programm arbeitest Du, und was machst Du dort?
Ich bin Sara Gonzalez Luna. Ich habe meine musikalische Ausbildung mit Blockflöte im Projekt Música en los Barrios (MelB) begonnen, dann Geige am Konservatorium in Managua gelernt und bei MelB unterrichtet. Derzeit bin ich Stipendiatin von Pan y Arte, und studiere an der Universidad de Costa Rica Geige. In den Semesterferien fahre ich regelmäßig nach Nicaragua und arbeite mit den Musikschulen in MelB und der Casa Tres Mundos, wir machen Workshops, Stimmproben oder Unterricht. Daneben interessiert mich sehr die Astronomie, überhaupt das Kennenlernen und der Austausch über neue Dinge, Salsa-Tanzen, Schreiben und Lesen, vor allem Lateinamerikanische Schriftsteller. 

Wir haben in den Programmen viele starke Frauen. Was sind die besonderen Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua und Costa Rica?
In Nicaragua gibt es keine einzige Dirigentin, im Nationalorchester sind von 40 Mitgliedern genau zwei Frauen. Das sind greifbare Beispiele für die Rollenverteilung der Geschlechter und Vorstellungen – eine Altlast, die wir von vergangenen Generationen mitbekommen haben. In Zentralamerika ist schon der Beruf des Musikers ans sich eine Herausforderung, ganz unabhängig davon, ob du ein Mann bist oder eine Frau, denn gesellschaftlich gilt die Musik nicht als ein seriöser Berufsweg, und viel schlimmer noch für eine Frau, die sich entscheidet, diesen Weg zu gehen.

Was begeistert dich am meisten an Deiner Arbeit, und was sind die erfreulichsten, erfüllendsten Momente?
Was mich am meisten erfüllt, ist es, die Früchte meiner Anstrengungen zu sehen. Im Unterschied zu anderen Kunstformen, ist ja das Ergebnis der Musik nicht materiell greifbar, und wenn man Musik studiert, merkt man die Fortschritte oft nur unmerklich und mit der Zeit. Wenn ich aber dann zurückschaue und sehe, was ich jetzt kann, und was ich vorher niemals spielen konnte, dann ist das extrem motivierend! Und das gleiche passiert mit meinen Schülerinnen und Schülern: zu sehen, wie sie Ziele erreichen, die wir uns gemeinsam gestellt haben, zu sehen, wo wir vorher waren, und wie weit sie gekommen sind, das ist das Beste! Auch erfinde ich mit viel Begeisterung neue didaktische Wege beim Unterrichten. Und wenn ich mich sehr lange Zeit mit einem Stück beschäftigen muss, bis ich die technischen Schwierigkeiten meistern kann, um dann den anderen vermitteln zu können, was ich empfinde, wenn ich das Stück spiele...
 

Alicia kam im Jahr 1995 das erste Mal in Kontakt mit der Casa de los tres Mundos und entdeckte damals schon ihre Leidenschaft für die verschiedenen Drucktechniken. So illustrierte sie bereits mit 17 Jahren eine Zeitschrift mit Grafiken, die sie in der Casa druckte. Nach ihrem Studium der Soziologie unterstütze Alicia mehrere Entwicklungsprojekte auf der ganzen Welt und stand dabei weiterhin im engen Kontakt mit der Casa. Doch erst 2017 kam es schließlich zu einer Zusammenarbeit. Seitdem koordiniert Alicia die Grafikwerkstatt der Casa de los Tres Mundos. Inzwischen hat Alicia mehrere erfolgreiche Projekte in der Casa ins Leben gerufen. Durch ihr Engagement und ihren starken Willen konnte die Stiftung Casa de los Tres Mundos im Jahr 2018 die Herausforderung annehmen, an dem regionalen Projekt La Voz de las Chicas del Centro América teilzunehmen. Das Projekt gibt den Teilnehmerinnen die Chance, neue Medien kennen zu lernen und sich kreativ mit verschiedenen Techniken wie Malerei, Druck und Film auseinanderzusetzten. Sie gewinnen dadurch eine breite Spanne an Ausbildungsmöglichkeiten und auch die Möglichkeit, ihre eigenen Kunstwerke zu verkaufen.

Alicia sieht das Problem des machismo (übersteigertes Gefühl männlicher Überlegenheit und Vitalität) als ein tiefsitzendes und gesellschaftliches Problem an, was von Generation zu Generation weitergegeben wird. Gerade in den letzten Jahren, unter anderem auch bedingt die unruhige politische Situation, hat die Gewalt gegen Frauen in Nicaragua stark zugenommen. Diese Entwicklungen machten sich auch in ihrem Leben als Kunstschaffende bemerkbar, sagt Alicia. Wer als Frau auf eigenen Beinen steht und sich offen für eine Gleichstellung der Geschlechter einzusetzt, wird in Nicaragua oft als golpista, Putschistin, bezeichnet. Gleichzeitig sieht Alicia bei genau diesen Kunstschaffenden und Freidenkerinnen auch die große Verantwortung, den Wandlungsprozess anzustoßen. Denn Künstlerinnen haben die große Chance, ja sogar die Aufgabe, eine neue Generation von denkenden und sensiblen Frauen auszubilden, die als Fürsprecherinnen für alle Frauen in Nicaragua auftreten können.

Am schönsten findet Alicia die Spontanität der Mädchen. Sie begeistert der Gedanke, dass vielleicht nicht jede ihrer Schülerinnen eine Künstlerin werden will, sie sich aber dennoch bewusst sind, dass die Kunst als Mittel genutzt werden kann, um sich selbst auszudrücken. Es macht ihr Spaß, eine neue Generation junger Frauen beim Erlernen der Druckgrafiken zuzuschauen, und diese Techniken dafür zu nutzen, Geschlechterfragen zu thematisieren. Es sind Erfolge wie der Verkauf von  Werken oder die große Abschlussausstellung vom 27.12.2019, die sie besonders stolz machen. So wurden z.B. bei der Ausstellung rund 1000 Dollar eingenommen, mit denen sich die Teilnehmerinnen Schulmaterial und -kleidung sowie Rucksäcke und Lebensmittel kaufen konnten.
 

Ein längeres Interview mit Alicia findet Ihr hier: https://panyarte.de/fileadmin/Downloads/PI_N83.pdf

 

Erzähle uns etwas über Dich! In welchem Programm arbeitest Du und was machst Du dort?
Ich bin Dorling López, Lehrerin für kreatives Schreiben im Programm LOCREO, das von der Casa Tres Mundos koordiniert und Pan y Arte finanziell unterstützt wird.

Wir haben in den Programmen viele starke Frauen. Was sind die besonderen Herausforderungen als Frau im Kulturbereich in Nicaragua und Costa Rica?
Das Schwierigste für eine kulturschaffende Frau in Nicaragua ist das Brechen mit etablierten Rollen. Wir tragen die Last des Kinderkriegens und der Erziehung, und wenn wir keine Kinder haben, werden wir genauso kritisiert. Was den Kulturbereich betrifft, wird deine Arbeit als Frau immer weniger wertgeschätzt und schlechter bezahlt. Eine Sache muss uns deshalb klar sein: Auch wenn die Welt im Moment still steht (COVID-bedingt) – der Feminismus ist nicht in Quarantäne!

Was begeistert dich am meisten an Deiner Arbeit, und was sind die erfreulichsten, erfüllendsten Momente?
Was mir am meisten Freude macht, ist mein Wissen weiterzugeben, und dabei Spass zu haben.
 

Frauen in Nicaragua

Das patriarchale System ist tief in der nicaraguanischen Gesellschaft verwurzelt. So sind Frauen in Nicaragua noch immer zu großen Teilen von der konservativen Rollenverteilung betroffen: Den Frauen werden Gehorsam und Treue abverlangt, während den Männern Unabhängigkeit und Überlegenheit zugesprochen werden.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass 70% der nicaraguanischen Frauen bereits Opfer von psychischer und/oder physischer Gewalt wurden. Gleichzeitig berichteten fast 23% der Frauen, schon einmal Gewalt in intimen Beziehungen erfahren zu haben. Die Unterordnung der Frau wird kultiviert und findet selbst im Gesetzbuch in Form des Artikels 152 einen Platz: „Der Ehemann ist aufgefordert, mit seiner Frau zu leben, sowie die Frau mit ihrem Ehemann zu leben und ihm, wohin auch immer er seinen Wohnsitz hin verlegt, zu folgen.

Traditionell rechnet Nicaragua (neben Guatemala, Honduras und Haiti) zu den Ländern in Lateinamerika, in denen die Diskriminierung der Frauen besonders dramatische Züge aufweist. Dazu gehört, dass ungewollte Schwangerschaften bei Teenagern ein großes soziales Problem sind. Viele dieser Schwangerschaften sind die Folgen häuslicher Gewalt. Trotz allgemein sinkender Geburtenraten wurden in Nicaragua im Jahr 2017 noch 86,9 Kinder pro 1000 Mädchen im Alter von 15-19 Jahren zur Welt gebracht. Diese Zahl ist seit 2005 zwar gesunken, als es noch 108,1 Kinder waren. Die Zahl von 2017 ist aber immer noch die höchste jugendliche Schwangerschaftsrate in Lateinamerika und wird in der ganzen Welt nur von den armen Ländern Afrikas übertroffen.

Im Jahre 2012 wurde ein Gesetz zum Schutz von Frauen vor Gewalttaten durchgesetzt. Es gilt noch immer als Meilenstein der feministischen Bewegung Nicaraguas, obwohl es inzwischen, durch mehrfache Reformen und gesetzliche Rückschritte, in seiner Wirkung stark eingeschränkt wurde. Sicher ist, dass es in den letzten Jahren Fortschritte gab. Denn obwohl die Frauenbewegung immer wieder zurückgestoßen wurde, steht in den letzten Jahren der Versuch im Vordergrund, die Konflikte hinter der Gewalt zu lösen und so ein Bewusstsein für die strukturellen und institutionellen Probleme zu schaffen. Bereits kleine Schritte können einen großen Einfluss haben.

Unsere Projekte und Partnerorganisationen weisen seit jeher einen hohen Anteil an weiblichen Führungskräften auf, welche als Vorbilder fungieren und ihre eigenen Erfahrungen mit den Teilnehmerinnen teilen können. Gleichberechtigung und Chancengleichheit stehen bei uns nicht nur auf dem Papier, sondern werden in der Projektarbeit gelebt. Wir versuchen in unseren Programmen eine Atmosphäre abseits von Angst und Gewalt zu schaffen, die ein freundliches Miteinander fördert und die jungen Mädchen und Frauen in ihrer Autonomie festigt. Mit speziell auf Mädchen abgestimmten Kursen geben die Lehrer*innen den Teilnehmerinnen einen Raum, in dem sie Selbstvertrauen aufbauen und ihre Talente entdecken können. Somit dienen die Projekte mehr als nur der Kulturförderung - sie sind zu Institutionen herangewachsen, die es mutigen Frauen ermöglichen, Nicaragua dauerhaft zu verändern.

Ihre Spende macht Mädchen stark!

Für das Mädchenprojekt in der Druckwerkstatt der Casa de los Tres Mundos werden verschiedene Materialien (Papier, Tinte, ...) gebraucht. Jeder Kurs benötigt hierfür rund 30 Euro pro Monat.

In der aktuellen Corona-Krise fallen ca. 70 Euro monatlich für den Kauf von Schutzmasken etc. an.

Mit rund 120 Euro sichern Sie für einen Monat das Honorar einer LOCREO-Lehrerin.

Entwicklung braucht Bildung und Frauen!

Darum schaffen wir mit unserer Kulturarbeit bessere Bildungschancen für Mädchen und Frauen. Je höher ihr Bildungsstand, desto besser kennen sie ihre Rechte und setzen sich dafür ein, dass ihre Kinder, besonders auch ihre Töchter, zur Schule gehen. Eine gute Ausbildung bietet Perspektiven. Bildung ist das beste Mittel gegen Ungleichbehandlung und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Gemeinsam öffnen wir den Mädchen und Frauen in Nicaragua Wege in eine bessere Zukunft. 

  • 70% aller Frauen sind regelmäßig physischer oder psychischer Gewalt durch ihren Partner ausgesetzt.
  • Nicaragua hat die höchste Rate an Teenager-Schwangerschaften in Lateinamerika. Jedes vierte minderjährige Mädchen ist bereits Mutter oder schwanger. Sexueller Missbrauch gehört zu den Hauptursachen. Die Mehrzahl der Täter bleibt straffrei. Viele der betroffenen Mädchen brechen die Schule ab. 
  • Die Zahl der alleinerziehenden Mütter ist hoch: in der Stadt sind 46,3% aller Frauen allein für den Lebensunterhalt der Familie verantwortlich.

Quelle: Terre des Femmes; der Standard, Human Development Report, GIZ, der Spiegel

25 Jahre Pan y Arte