
Feliz cumpleaños Ernesto Cardenal! „Der Künstler war immer in die Gesellschaft integriert, aber nicht in die Gesellschaft seiner Zeit, sondern in jene der Zukunft.”
Das Bild von Ernesto Cardenal hat sich uns tief eingeprägt: schwarze Baskenmütze und weiße Mähne sind seine Markenzeichen. Sein Wirken und Schaffen als Dichter, Revolutionär und Priester haben in Nicaragua, hierzulande und überall auf der Welt die Menschen berührt und große Spuren hinterlassen. Politik, Poesie, Glaube und soziales Engagement bildeten für ihn eine Einheit. Das bewegte ihn auch dazu, zusammen mit Dietmar Schönherr, seinem Freund und Vereinsgründer von Pan y Arte, das ehemalige Kulturzentrum Casa de los Tres Mundos in der Stadt Granada in Nicaragua ins Leben zu rufen.
Ernesto Cardenal wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Auch wenn er nicht mehr unter uns ist, bleibt sein Erbe lebendig – in den Herzen der Menschen, die von seiner Vision einer gerechteren und freieren Welt inspiriert wurden. Seine Gedichte und sein unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit und die Freiheit Lateinamerikas sind lebendige Zeugnisse seines außergewöhnlichen Wirkens. In einer Welt, die noch immer mit den Herausforderungen der Ungleichheit und Unterdrückung konfrontiert ist, bleibt Cardenals Lebenswerk ein leuchtendes Beispiel für die Kraft von Kunst, Glaube und politischem Engagement.
Wir gedenken seiner und feiern sein 100. Lebensjahr als ein Vermächtnis der Hoffnung und des Widerstands.
Zur aktuellen Situation Meinungsfreiheit durch Kultur!
Am 19. August 2024 wurden unsere Partnerorganisationen in Nicaragua, die „Stiftung Casa de los Tres Mundos“ und der „Deutsch-Nicaraguanische Kulturverein Bertolt Brecht“, per Gesetzesdekret aufgelöst. Wir sind eine NGO unter 5000 weiteren. Ein harter Schlag für unsere Projekte – doch wir geben nicht auf! Erfahren Sie hier mehr zur Situation in Nicaragua.
Die letzten Monate haben Pan y Arte vor große Herausforderungen gestellt. Die nicaraguanische Regierung zwang uns, Nicaragua zu verlassen und unsere Arbeit an anderer Stelle fortzusetzen. Wir haben uns für Costa Rica entschieden – einem Land, in dem viele nicaraguanische Migrant:innen unter schwierigsten Bedingungen leben. Dort entstand unser neues Projekt „Aire Libre“. Erfahren Sie hier mehr zum Projekt.
„Ich finde Musik super. Im Kurs lachen wir alle viel zusammen!“
